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Von Werten und Wegen!

Interview mit einem Teilnehmer der FES
Medien-Sommer-Akademie

Von Gleb Karbachinsky

Markus MertensMarkus Mertens ist 20 Jahre alt, Student der Germanistik und Geschichte in Monheim und freier Mitarbeiter beim "Mannheimer Morgen". Er berichtet über seine Erfahrungen beim Besuch der FES Medien-SommerAkademie in Bonn.

Karbachinsky: Wie kam es zu Deiner Anmeldung?

Mertens: Ich bin über das Internet auf das Veranstaltungsangebot der FES aufmerksam geworden. Vorher habe ich schon zwei Seminare besucht, nämlich "Das politische Interview" und einen Workshop zur Krisenberichterstattung. Dadurch bin ich in den Newsletter der FES gekommen. Als dann die Ankündigung zu dieser Veranstaltung kam, habe ich mich auch gleich am selben Tag angemeldet.

Karbachinsky: Was nimmst Du mit nach Hause?
Hat Dir die Teilnahme etwas gebracht?

Mertens: Ich habe zuallererst sehr viele gute Kontakte geknüpft, Menschen kennen gelernt. Das passt auch zu dem, was ich hier gelernt habe: im Journalismus ist es sehr wichtig Menschen kennen zu lernen, um voranzukommen. Sei es in der Karriere im Allgemeinen oder einfach für einen Artikel. Außerdem habe ich die Kriterien verstanden, die man einhalten sollte um Qualitätsjournalismus zu betreiben. Es wurden Wege aufgezeigt, in den Beruf zu kommen. Hier waren Leute aus der Praxis, die einem zeigten, wie es wirklich läuft. Ich habe einen Einblick in das reale Leben eines Journalisten bekommen.

Karbachinsky: Welche Workshops hast Du hier besucht?

Mertens: Ich habe die Workshops "Investigativer Journalismus" und "Boulevardjournalismus" besucht.

Karbachinsky: Bewahrst Du ab jetzt immer Haltung und bist nicht käuflich?

Mertens: Ich finde das sind Grundwerte, die ein Journalist sowieso haben sollte. Dass gerade hier die Vermittlung eben dieser Werte im Vordergrund war, fand ich gut. Es sind Punkte die man nicht einfach so ignorieren darf. Vor allem dann nicht, wenn man einen gewissen Wert als Journalist haben möchte.

Karbachinsky: Wo willst Du später tätig sein?

Mertens: Ich würde gerne im TV-Journalismus arbeiten, im Nachrichtenbereich.

Karbachinsky: Welcher Referent hat Dich am meisten für das zukünftige journalistische Dasein beeindruckt?

Mertens: Von den Referenten fand ich Ingolf Gritschneder am interessantesten. Er machte keinen Hehl daraus, das eine Arbeit mehrere Monate dauern kann und das manchmal auch Themen platzen können. Er zeigte aber auch, wie sehr ein Text die Welt bewegen kann.

Karbachinsky: Gab es etwas Neues, was Du durch eine solche Veranstaltung erfahren hast?

Mertens: Es gab weniger Neues. Es hat mich eher bestärkt in meiner Meinung, wie wichtig Journalismus ist. Wenn so viele Menschen bei einer solchen Veranstaltung teilnehmen, dann bestärkt das meinen Glauben, das Medienmacher die Welt bewegen. Es bestärkt meinen Glauben, dass der politische Journalismus immer mehr an Wert gewinnt.

Karbachinsky: Wurden Deine Erwartungen erfüllt?

Mertens: Sie wurden sogar übertroffen, weil Dinge auch wirklich beim Namen genannt worden sind und weil unangenehmen Fragen nicht aus dem Weg gegangen wurde. Und gerade in Krisenzeiten gibt es im und über den politischen Journalismus Fragen, die gestellt werden sollten.

Karbachinsky: Vielen Dank für das Gespräch!

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