
Hospitanzprogramm Deutscher Bundestag 2011
Start zum Bundestags-Hospitanzprogramm für junge Journalisten
der FES-JournalistenAkademie
"Der erste Tag des Hospitanzprogramms ist sehr aufregend."
Man stellt sich viele Fragen und weiß nicht wirklich, was einen erwartet. Mit dem folgenden (nicht so ernst gemeinten) Ratgeber für den ersten Tag sollte dieser Stress den nächsten Hospitanten erspart bleiben. Natürlich wurden alle Punkte selbst getestet!
Die Anfahrt oder das Risiko des Spinnennetzes
Man könnte denken, dass das stundenlange Einstudieren des Berliner ÖPNV-Plans für die erste Fahrt zum Bundestag reicht. Fataler Fehler! Denn was kann Schlimmeres passieren, als am ersten Tag in die falsche S-Bahn einzusteigen, in Panik auf dem (zum Glück) mitgenommenen Plan zu schauen und zehn Minuten später am Treffpunkt zu erscheinen?
Lektion eins: nicht nur drei Mal vorher auf den Plan schauen sondern auch auf die Anzeige am Bahnsteig achten. Denn eine S-Bahn kann eine andere S-Bahn verstecken...
Die Erstellung des Hausausweises oder die Schwierigkeit der deutschen Bürokratie
Gerade angekommen und noch voll am Schwitzen geht es gleich um die Erstellung des Hausausweises. Die blaue Karte in der Größe einer Scheckkarte ist der magische Pass für die nächsten Wochen. Überall im Deutschen Bundestag kommt man damit rein und es fühlt sich an, als wäre man plötzlich ein sehr wichtiger Mensch...allerdings erst wenn sie um den Hals hängt. Denn wenn nur ein Dokument fehlt, kann nur noch auf die Gnade der Mitarbeiter gehofft werden.
Lektion zwei: lieber seine ganzen Unterlagenordner mitbringen als vor der Tür sitzen zu bleiben. Das Gebäude hat innen doch viel mehr anzubieten als die Fassaden...
Das Mittagessen oder eine spritzige Angelegenheit
Nach der Einführungsrunde freut sich der Magen auf den Besuch in der Mitarbeiterkantine, auch Kasino genannt. Nur dumm, dass manchmal dort Gefahren warten, wo man sie nicht erwartet, nämlich in der Essensauswahl. Mal ganz ehrlich, es ist schon ein bisschen peinlich, den ganzen Tag die Spuren seines Mittagessen´s auf der Bluse zu tragen.
Lektion drei: niemals Spaghetti mit Tomatensauce am ersten Tag bzw. beim Essen mit seinem Mitarbeiter essen, es sei denn, Sie wollen im ganzen Bundestag bekannt machen, was Sie am Mittag gegessen haben.
Die Führung durch den Bundestag oder das demokratische Labyrinth
Es gibt nichts Besseres am Anfang, als eine Führung durch den Bundestag. Denn die größte Gefahr ist die Unterschätzung der Distanz. Von einem Gebäude zum anderen braucht man nicht selten mehr als zehn Minuten.
Lektion vier: bequeme Schuhe wählen und die erhaltene Broschüre im Büro lassen sonst besteht das Risiko, sich während der Führung wie ein Esel zu fühlen.
Letzte Lektion: immer daran denken, dass nach dem ersten Tag noch 20 weitere Tage kommen. Und die laufen deutlich besser als der erste!
Von Mathilde Lemesle
News
STUDIUM:Nachhaltigkeit & Journalismus
Das einjährige Weiterbildungs-studium "Nachhaltigkeit und Journalismus" bietet berufstätigen Medienmachern und Absolventen an der Universität Lüneburg ab Oktober 2012 die Chance, ihr Sachwissen in den Feldern Umwelt und Nachhaltigkeit zu vertiefen. Und mit Journalisten die Vermittlung grüner Themen zu üben.
Mehr finden Sie hier


